RATIONALIST INTERNATIONAL

Bulletin Nr. 101 vom 27. August 2002 (Deutsche Ausgabe)

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IN DIESER AUSGABE

Blasphemie-Prozesse in Pakistan:

Ayub Masih vom Obersten Gerichtshof freigesprochen

Ein neues Todesurteil

Dr. Shaikh: Warten auf die Entscheidung des Berufungsgerichtes

Indien: Sati ist wieder da! — Von Sanal Edamaruku

Bangladesch: Islamische Fundamentalisten bringen Autor ins Gefängnis

Israel: Empörung über neues Militärdienst-Gesetz

 

Blasphemie-Prozesse in Pakistan

Ayub Masih vom Obersten Gerichtshof freigesprochen

Der im April wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilte Ayub Masih wurde am 16. August vom Obersten Gerichtshof Pakistans freigesprochen. Das Urteil setzte die Entscheidung des Berufungsgerichtes in Multan außer Kraft, die im Juli 2001 ein erstinstanzliches Todesurteil bestätigt hatte.

Ayub, ein 35-jähriger Christ aus dem Dorf Chak Arifwala in der Provinz Punjab, war im Oktober 1996 festgenommen und unter dem drakonischen Blasphemie-Gesetz 295 C des Pakistanischen Strafgesetzbuches angeklagt worden, nachdem sein Nachbar Mohammed Akram ihn wegen Verunglimpfung des Propheten Mohammed angezeigt hatte, um sich auf diesem Wege Ayubs Stückchen Farmland anzueignen. Ayub bestritt, irgendeine beleidigende Äußerung getan zu haben, und bestand darauf, daß die gegen ihn erhobene Anklage falsch sei. Amnesty International erklärte ihn später zum Gefangenen aus Gewissensgründen.

Im April 1998 wurde er zum Tode verurteilt. Bis dahin hatte er noch keinen Rechtsanwalt gefunden, der bereit war, seine Verteidigung zu übernehmen. Sein Fall zog internationale Aufmerksamkeit auf sich, als Bishof John Joseph von Faisalabad, der christliche Protestprozessionen zu Ayubs Unterstützung organisiert hatte, angeblich aus Verzweiflung über das Todesurteil Selbstmord beging. Dies setzte die Regierung der damaligen Premier-Ministerin Benazir Bhutto unter internationalen Druck. Das Todesurteil wurde vorübergehend außer Kraft gesetzt, aber im Juli 2001 durch den Beschluß des Berufungsgerichtes in Multan wieder bestätigt. Ayub legte Berufung beim Obersten Gerichtshof ein.

Wie er seine christlichen Unterstützer im Ausland informierte, wurde Ayub im Gefängnis wiederholt gefoltert, und fundamentalistische Mitgefangene unternahmen im November 1997 und im Januar 1999 Mordanschläge auf ihn, die er - verletzt - überlebte. Eine Gruppe von Fundamentalisten hat gedroht, ihn und seinen Anwalt zu töten, sollte er freigesprochen werden.

Die drei Richter der zuständigen Kammer des Obersten Gerichtshofes setzten das Urteil des Berufungsgerichtes außer Kraft, ohne nähere Beründungen für ihre Entscheidung zu liefern. Einzelheiten, so kündigte der kurze Beschluß an, würden später aufgenommen.

 

Ein neues Todesurteil

Inzwischen hat ein Gericht in Lahore ein neues Todesurteil in einem Blasphemie-Prozeß ergehen lassen. Opfer ist der 27-jährige Wajih-ul Hassan, der auf Anzeige eines Rechtsanwaltes mit namen Ismail Quereshi verhaftet und angeklagt wurde, der behauptete, Briefe von Wajih-ul Hassan bekommen zu haben, in denen dieser den Propheten Mohammed für Handlungsweisen kritisiere, die nicht mit seinen Lehren übereinstimmten. Diese “Briefe” konnten allerdings nicht als Beweisstücke vorgelegt werden, da Quareshi sie angeblich aus Wut verbrannt hatte!

Wajih-ul Hassan war Mitarbeiter des Ehemannes der prominenten Pakistanischen Rechtsanwältin und Menschenrechtlerin Asma Jahangir. Neben der Todesstrafe wurde eine Geldstrafe von 270,000 Rupien gegen ihn verhängt.

 

Dr. Shaikh: Warten auf die Entscheidung des Berufungsgerichtes

Im Falle Dr. Younus Shaikh kann jetzt jeden Tag mit dem Urteil des Berufungsgeriches in Islamabad gerechnet werden, das über den Berufungsantrag gegen das Todesurteil entscheidet. Das Urteil, das Freiheit für Dr. Shaikh bedeuten könnte, ist bereits seit mehr als einem Monat fällig.

Inzwischen werden Verhandlungen geführt, die für den Fall, daß das Berufungsgericht in Islamabad ihn freispricht und aus dem Gefängnis entläßt, um besondere Schutzmaßnahmen für Dr. Shaikh und um seine freie Ausreise aus Pakistan ersuchen. Dies ist außerordentlich wichtig, denn die Fundamentalisten nehmen in Blasphemie-Verfahren keine Freisprüche hin und versuchen oft, solche mit Gewehren und Messern zu "korrigieren" [siehe dazu auch Bulletin Nr. 99]. Einfach aus dem Gefängnis entlassen, würde Dr. Shaikh in größter Lebensgefahr schweben!

Im Augenblick zählt jede Stimme, die sich für Dr. Shaikh einsetzt. Bitte schreiben Sie - noch einmal - an den Präsidenten von Pakistan, General Musharraf, und ersuchen Sie ihn, sein hohes Amt zu nutzen, um Dr. Shaikhs Leben zu retten! Wir fordern Freispruch und Haftentlassung für Dr.Shaikh, aber das allein genügt nicht. Bitte heben Sie in Ihrem Brief die Wichtigkeit besonderer Schutzmaßnahmen hervor. Selbst wenn der Präsident sich, wie bereits geschehen, auf die Unabhängigkeit der Justiz in seinem Lande berufen will, sollte er höflich daran erinnerst werden, daß wir ihn in jedem Falle für Dr. Shaikhs Sicherheit und seinen Schutz vor fundamentalistischen Angreifern verantwortlich halten.

Hier ist die Email-Adresse des Präsidenten von Pakistan: CE@pak.gov.pk

Bitte, senden Sie eine Kopie Ihres Briefes an Rationalist International unter der folgenden Adresse: Dr.ShaikhDefense@rationalistinternational.net

Bitte, schreiben Sie jetzt, morgen kann es bereits zu spät sein!

[Mehr Informationen über den Fall des pakistanischen Rationalisten Dr. Shaikh entnehmen Sie bitte unserer Website: www.rationalistinternational.net]

 

INDIEN: SATI IST WIEDER DA!

Von Sanal Edamaruku

Am 6. August starb Kuttu Bai in den Flammen des Scheiterhaufens, in dem ihr verstorbener Ehemann nach hinduistischer Tradition verbrannt wurde. Dies geschah im Dorf Tamoli Patna nahe Bhopal, in Madhya Pradesh. Es gab mehr als tausend Augenzeugen, aber es scheint außerordentlich schwierig, die näheren Umstände ihres Todes herauszufinden. Der jüngste Fall von Sati steht im Zeichen einer Verschwörung des Schweigens. Die örtlichen Behörden nannten es einfach “Selbstmord”; die Staatsregierung schloß Mord nicht aus, möglicherweise wegen Besitzangelegenheiten (Kuttu Bai hatte fünf Äcker Land in ihrem Namen), bestand jedoch darauf, daß dieses auf gar keinen Fall Sati war. Daher wurde auch kein Verfahren nach dem Anti-Sati Akt (Commission of Sati (Prevention) Act 1987) angestrengt.

Über die Ereignisse, die in der Nacht des 6. August dem Tod des 70-jährigen Barbiers Mallu Prasad Nai folgten, gibt es viele Versionen. Am frühen Morgen alarmierte ein anonymer Anrufer die Polizei in Sahela, daß ein Sati geschehen würde. Es ist umstritten, ob die beiden diensthabenden Beamten sofort mit dem Motorrad an den Ort des Geschehens sausten, oder ob sie für die acht Kilometer zwei Stunden brauchten. Als sie ankamen, sahen sie eine tausendköpfige Menschenmenge, die sich um den brennenden Scheiterhaufen drängte, und eine verwirrte ältere Frau, die nahe den Flammen stand. Die Menge jubelte und forderte sie heraus, auf den Scheiterhaufen zu springen, berichteten die Beamten später. Als sie versuchten einzugreifen, wurden die Dorfbewohner gewalttätig und begannen, sie mit Steinen zu bewerfen. Währenddessen wurde Kuttu Bai rasch auf den Scheiterhaufen geworfen. Die Beamten, einer von ihnen verwundet, versuchten, ihr zu Hilfe zu kommen. Aber sie wurden brutal angegriffen und mußten um ihr Leben rennen, berichteten sie. Als zwei Stunden später der Chef der Distrikt-Verwaltung kam, war Kuttu Bai längst tot.

Die Polizei nahm 15 Dorfbewohner wegen Mordverdachtes fest, unter ihnen ihre beiden Söhne Ashok Kumar (35) und Raj Kumar (26), und 11 andere wegen tätlicher Angriffe auf die beiden Polizeibeamten. Inzwischen strömten mehr und mehr Menschen von den Nachbardörfern herbei; die Zahl der Neugierigen stieg schließlich auf 8.000 an. Die Geschichte von Kuttu Bais Tod verwandelte sich schnell. Sie hätten vergeblich versucht, sie von ihrem Plan abzubringen, sich zu verbrennen, beteuerten ihre Nachbarn, Söhne und Schwiegertöchter. Aber sie sei wie besessen gewesen, entschlossen zu sterben, nichts konnte sie aufhalten. Andere sagen, sie hätten es einfach nicht gewagt, sie zu hindern, weil sie bereits die Göttin Sati Devi war. Es dauerte nicht lange, und sie wurde für ihr heiliges Opfer verehrt. Die Menschen aus den Nachbardörfern strömten in die Tempel, dem Sati ihre Reverenz zu erweisen.

Das Argument der in Verlegenheit geratenen Behörden, daß es sich hier nur um einen gewöhnlichen Mord oder Selbstmord handeln könne, da vor der Verbrennung keinerlei religiöse Zeremonien ausgeführt worden seien, wurde von dieser Entwicklung Lügen getraft. Darüberhinaus läßt die Geschichte des Ortes nicht viel Spielraum für Interpretationen. Dies ist nicht der erste Sati, der in der armutgedrückten Bundelkhand-Region stattfindet. Während der vergangenen 150 Jahre wurden im Dorf Tamoli Patna fünf klare Fälle von Sati registriert, der erste im Jahre 1865, der bis dahin jüngste vor 52 Jahren.

Sati, die öffentliche Verbrennung einer Witwe zusammen mit dem Leichnam ihres verstorbenen Mannes, ist in Indien seit über 170 Jahren verboten. Dies ist hauptsächlich dem Sozialreformer Raja Ram Mohan Roy zu verdanken, der im 19. Jahrhundert von Bengalen aus einen machtvollen Feldzug gegen den Sati began. Er beeindruckte den Gelehrten und Poeten Henry Vivian Derozio, einen der Gründungsväter der Rationalistenbewegung in Indien. Derozio schrieb ein einzigartiges und beeindruckendes Gedicht über Sati, das von der Frau des Britischen Governeurs Lord William Bentick gelesen wurde. Es gelang Lady Bentick, ihren Mann davon zu überzeugen, daß die Nichteinmischungspolitik, die die Briten bisher bezüglich sozialer Konflikte in Indien bevorzugten, in höchstem Maße inhuman war. Lord Bentick lud Raja Ram Mohan Roy ein und verabschiedete 1829 ein Dekret, das Sati im Namen der Britischen Krone verbot. Als reiche indische Konservative ihn mit dem Argument zu beeinflussen suchten, daß es eine alte indische Tradition sei, Witwen zu verbrennen, konterte er: Es ist eine alte britische Tradition, Witwenmörder zu hängen!

Ursprünglich existierte die Tradition des Sati nur unter den herrschenden Rajputen während der Perode der Mugul-Herrschaft (1526 - 18570). Die Frauen besiegter Krieger pflegten eine Art Massenselbstmord (Janhar) zu verüben, indem sie vom Dach eines Burgwalles in ein unten wütendes Feuer sprangen, vermutlich um ihre Ehre zu retten und Erniedrigung in den Händen siegreicher Eroberer zu vermeiden.

Im Laufe der Zeit breitete die Tradition sich jedoch auch unter anderen Bevölkerungsgruppen aus, hauptsächlich wegen der extrem grausamen Behandlung der Witwen in der hinduistischen Gesellschaft noch heute sind Witwen oft Opfer sozialer Verbrechen, werden mißbraucht, vergewaltigt und mit sozialer Verachtung gestraft. Sati ist oft von der Familie des verstorbenen Ehemannes provoziert, um einen zusätzlichen Anwärters auf dessen Besitz auszuschalten. Es gibt zwar Gesetze zum Schutze der Witwen wie z.B. das Witwen-Wiederverheiratungs-Gesetz, das jungen Witwen eine sichere Zukunft ermöglichen soll, aber die soziale Feindschaft gegen sie ist bis heute eine schreckliche Tatsache geblieben.

Während der letzten Jahre scheint die inhumane Tradition des Sati wieder zum Leben zu erwachen. 1987 wurde der Sati der 27-jährigen Roop Kanwar zur nationalen Sensation. Sie starb in Deorala, einer kleinen Stadt in Rajastan, zwischen Delhi und Jaipur. Auch sie verbrannte vor den Augen von über tausend Zeugen - aber es konnte nie festgestellt werden, ob sie heldenhaft ins Feuer gesprungen oder von der Familie ihres verstorbenen Mannes gestoßen worden war. Nach massivem Mediendruck wurden 39 Menschen festgenommen - aber alle wurden rasch freigesprochen. Die Regierung sabotierte das Gerichtsverfahren offensichtlich aus politischen Nebeninteressen. Am 13. Tage nach Roop Kanwars Tod nahmen 300,000 Menschen an einer religiösen Gedenkfeier für sie teil, obwohl das Landgericht ein Versammlungsverbot für den Ort erlassen hatte. Seither ist trotz aller gerichtlichen Verbote der Besucherstrom nie abgerissen.

Die Indian Rationalist Association hat in einem Brief an den Ministerpräsidenten des Staates Madhya Pradesh, Digvijay Singh, eine juristische Untersuchung des Falles und die Suspendierung aller Beamten gefordert, die mitverantwortlich sind, daß der Sati ungehindert stattfinden konnte. Desweiteren forderte sie, daß neben dem Indischen Strafgesetzbuch der Anti-Sati-Akt (Commission of Sati (Prevention) Act 1987) zur Anwendung gebracht wird. Nach diesem Gesetz kann jeder Augenzeuge eines Sati festgenommen werden.

*

Inzwischen hat die Nationale Frauenkommission ein Untersuchungsteam nach Tamoli Patna geschickt. Der Ministerpräsident hat Disziplinarmaßnahmen gegen alle in dem Dorf stationierten Beamten angeordnet und eine kollektive Geldstrafe über die Bewohner verhängt. Der örtliche Dorfrat (panchayat), kündigte er an, werde zwei Jahre lang keinerlei finanzielle Unterstützung erhalten.

 

Bangladesch: Islamische Fundamentalisten bringen Autor ins Gefängnis

Der Autor Sambit Saha, ein Hindu aus Dinajpur, wurde am 16. August von der Polizei festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, mit seinem satyrischen Drama Katha Krishnakali (Geschichte der Krishna-Spiele), das kürzlich im Ramen eines Theaterfestivals aufgeführt wurde, die religiösen Gefühle der Muslime verletzt zu haben. Die Festnahme folgte einer Anzeige wegen angeblicher Verunglimpfung des Propheten Mohammed. Saha erklärt jedoch, daß der Prophet in seinem Manuskript mit keiner Silbe erwähnt sei. Das Drama war während der vergangenen Monate bereits in mehreren Städten aufgeführt worden, ohne irgendwelche Probelme zu verursachen. Erst wenige Tage vor Sahas Festnahme wurde eine Aufführung in Faridpur verboten, nachdem örtliche Fundamentalisten Anzeige erstatteten. Sie verlangten die Bestrafung des Autors und seiner Theatergruppe von rund 30 Schauspielern.

Falls Saha vom Gericht für schuldig befunden wird, könnte er zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt werden. Als Mitglied der hinduistischen Minderheit im Lande, die seit den letzten allgemeinen Wahlen im Oktober 2001, die die fundamentalisten-freundliche Regierung von Premierminister Khaleda Zia an die Macht brachten, schweren Verfolgungen ausgesetzt ist, hätte er im Gefängnis Grund, um sein Leben zu fürchten.

 

Israel: Empörung über neues Militärdienst-Gesetz

Schließlich hat das Israelische Parlament den umstrittenen Entwurf des Militärdienst-Gesetzes verabschiedet, das den zwischen den säkularen und religiösen Bürgern des Landes klaffenden Abgrund noch weiter vertiefen dürfte. Nach sechs Stunden hitziger Debatte entschieden die Legislatoren 51 zu 41 (mit 5 Enthaltungen), die radikal orthodoxen Yeshiva-Studenten* von der allgemeinen Militärdienstpflicht zu befreien. Diese Entscheidung wurde mit landesweiter Unzufriedenheit und Empörung aufgenommen. Viele Israelis finden es absolut unakzeptabel, daß rund 30,000 zukünftige Rabbiner und private Talmud-Gelehrte so einfach von der Last der allgemeinen Militärpflicht ausgenommen sein sollen, während alle anderen israelischen Männer mit 18 Jahren drei Jahre lang in der Armee dienen und sich dann für die nächsten 33 Jahre zu mindestens einem Monat jährlichen Reservedienstes bereithalten müssen. Die Ungerechtigkeit dieser religiös motivierten Ungleichbehandlung wird besonders hart empfunden in einer Zeit, in der so viele Soldaten in israelisch-palästinischen Kämpfen getötet wurden, daß die Armee Reservisten einberufen mußte. Das Argument der orthodoxen Parlamentsfraktion, daß die Yeshiva-Studenten bei der Wahrung seines heiligen Erbes an einer anderen Front für das Überleben des Jüdischen Volkes kämpften, konnte außerhalb des orthodoxen Lagers nicht viele überzeugen.

*Yeshiva: Talmud-Schulen, die Rabbiner ausbilden, aber auch interessierten Laien offenstehen

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