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Kenya: Massenverhaftung nach “Hexen”-Mord

Im Kisii-Distrikt in West-Kenya wurden gleichzeitig acht ältere Frauen und drei Männer brutal getötet, die der Hexerei verdächtigt wurden. Ein wütender Mob zerrte sie aus ihren Häusern und verbrannte sie –einzeln - bei lebendigem Leib. Die Polizei nahm in Verbindung mit den Morden 86 Dorfbewohner fest.

Hexenglaube ist in der Gegend weit verbreitet, und es gab bereits in der Vergangenheit einige Fälle, in denen der Hexerei Verdächtigte angegriffen und getötet wurden. Aber nie zuvor wurden so viele Opfer zur gleichen Zeit getötet. Während der Ermittlungen wurde von einigen Zeugen aufgedeckt, daß man in der örtlichen Grundschule ein Heft gefunden hatte, das angeblich ein Sitzungsprotokoll eines geheimen Hexentreffens enthielt. Das Heft enthielt nach diesen Aussagen nicht nur eine Liste der Teilnehmer des Treffens, sondern auch die Namen derer, die sie als nächstes zu verhexen planten.

Die Ermittlungen laufen noch, sagte ein Polizeisprecher. Die Festgenommenen könnten des Mordes angeklagt werden, in einigen Fällen auch des gewalttätigen Raubes. Fünf von ihnen wurden im Besitz von Eingentum und Vieh einiger der Opfer gefunden. Wer des Mordes für schuldig befunden wird, kann zum Tode verurteilt werden. Eine baldige Eröffnung der Gerichtsverhandlung wird erwartet.

Übersetzung: Ursula-Charlotte Dunckern